Menu
  • Tel.: 02241 - 9 42 42 11
  • Fax.: 02241 - 9 42 42 99
  • japan@bct-touristik.de
  • Kurze Mitteilung o. Rückruf
  • Katalogbestellung
  • Reiseanmeldung
  • www.die-japanreise.de
  • „Typisch Japanisch“ Top 10

    Japan ist spannend, Japan ist vielfältig. In Japan vereinen sich jahrtausendealte Historie, traditionsreiche Kulte und Rituale mit modernster High-Tech. Neben symbolträchtigen Kleiderordnungen finden sich Vorlieben für Popkultur, Wellness und Nationalsport.

    Kimono

    Maiko-Tänzerin in Kimonos

    Das Bild der japanischen Frau im Kimono ist in der europäischen Vorstellung sehr verbreitet. Obwohl der westliche Kleidungsstil in Japan üblich ist, sind Kimono bei besonderen und festlichen Anlässen in Japan noch häufig zu sehen. Unter einem Kimono verstehen viele ein einfaches, meist knöchellanges T-förmiges Gewand, das mit einer Schärpe (Obi) um die Körpermitte gebunden wird. Der vollständige traditionelle Kimono besteht aus mehreren verschiedenen Bekleidungsstücken. Die Bindung des Kimono beziehungsweise des Obi ist für Ungeübte sehr schwierig. Soll der Kimono perfekt sitzen, so ist Unterstützung fast unerlässlich. Dafür gibt es in Japan spezielle Gehilfen, welche meist in Friseursalons arbeiten. Die Ärmelformen, Stoffe und Muster der Kimonos sind in Japan auch Ausdrucksform für den Status und Familienstand der Trägerin oder des Trägers. Der japanische Kimono galt und gilt auch heute noch als kostbares Eigentum. Seine Erstellung ist sehr teuer und kann problemlos einen fünfstelligen Betrag erreichen. Aus diesem Grunde wurden die Kimono in Japan auch als wertvollen Besitz betrachtet, der sorgsam zu pflegen ist.

    Heiße Quellen Japan – Onsen

    265 Vulkane gibt es in Japan. Sie sind das natürliche Heizkraftwerk für die Onsen genannten heißen Thermalquellen. Schon seit über 1000 Jahren machen Onsen Japan zu einem Paradies für Badeliebhaber. Diese heißen Quellen sind in Japan sehr zahlreich und ungebrochen beliebt. An einigen Orten gibt es öffentliche und frei zugängliche Onsen, andere wiederum sind in den Badebereich von Gästehäusern, Ryokan, oder Hotels integriert. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Regelungen für die Benutzung. Verschiedentlich ist das Nacktbaden nicht nur erlaubt, sondern ausschließlich vorgesehen. In einigen Onsen herrscht hingegen Badebekleidungspflicht. Es gibt einige Sauberkeitsregeln, die vor Betreten des Onsen beachtet und eingehalten werden sollten. Tattoos sind in Japan noch häufig stigmatisiert und in öffentlichen Badeeinrichtungen teilweise verboten. Auch ist eine Trennung der Onsen für Männer und Frauen nicht unüblich. Dem Bad in einem Onsen wird eine ähnliche Heilwirkung wie Saunagängen oder generell Thermalbädern zugesprochen. Durch die unterschiedliche Mineralisierung der Onsen sollen diese bei verschiedenen Krankheiten auch eine heilfördernde Wirkung haben. Keine medizinische, sondern eine kulinarische Besonderheit ist hingegen das Onsen Tamago – ein in den heißen Quellen gekochtes Ei. Durch die Mineralisierung des Onsen nehmen die Eier diese teils geschmacklich an. Die Kuro-Tamago, aus der Gegend um Hakone, nehmen durch das Onsenwasser eine schwarze Färbung der Schale an. Fast überall in der näheren Umgebung der japanischen Onsen werden die Eier von Straßenhändlern angeboten.

    Shinto

    Glauben und Religion spielen in Japan eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2005 waren einer Statistik nach 83,9% der Bevölkerung in Japan Anhänger des Shinto. Der Shintoismus ist damit neben dem Buddhismus eine Hauptform der Religion Japan. Heute gibt es noch zahlreiche mehr, wie auch das Christentum und den Islam, diese spielen jedoch kaum eine Rolle, da sie nur wenige Anhänger in Japan haben. Das Wort Shinto setzt sich aus dem japanischen Shin (Gott/Götter/Wesen) und To (Weg) zusammen. Übersetzt wird es mit „Weg der Götter“. Verehrt werden dort die „Kami“, wobei das Wort genauso gut für Götter wie für Geister stehen kann. In den Mythen wird häufig von den yaorozu no kami gesprochen: den acht Millionen Geistern. Einige dieser Götter oder Wesen sind namentlich bekannt, wie beispielsweise Amaterasu, die Sonnengöttin. Sie gilt auch als Ahnherrin des japanischen Kaiserhauses. Die Verehrung dieser Wesenheiten findet in Schreinen statt. Die Schreine verfügen über einige typische Merkmale. So sind die Torii zunächst das auffälligste. Hierbei handelt es sich um die markanten Torbögen, die den Zugang zu jedem Schrein eröffnen. Findet man Pagoden oder Tore mit Wächterfiguren vor, handelt es sich eher um einen buddhistischen Tempel. Da sich aber beide Religionen in den vergangenen Jahr­hunderten beeinflussten, kann in Ausnahmefällen auch ein Torii bei einem buddhistischen Tempel stehen. Es gibt einige historisch bedeutsame Schreine, wie den Ise- und Izumo-Schrein. Zahlreiche weitere Schreine, wie beispielsweise der landschaftlich eindrucksvoll gelegene Schrein von Miyajima sind weit über die Grenzen Japans bekannt. Neben den Hauptschreinen der Verehrung sind aber auch kleinere Einzelschreine in Japan verbreitet. Ein Hauptschrein für einen kami kann daneben über mehrere zigtausend Einzelschreine verfügen, in denen eine Verehrung möglich ist.

    Sumo

    Sumo-Ringer

    Sumo ist Japans Nationalsport. Eine Sportart, die eng mit dem Shintoismus zusammenhängt, ist das Sumoringen in Japan. Einer religiösen Erzählung nach wurde der Besitz der japanischen Inseln in einem Ringkampf zwischen zwei Göttern entschieden. Diese rituelle Wiederholung der Geschichte wurde dann in den frühen Sumo-Wettkämpfen symbolisiert. Ab dem 7. Jahr­hundert wurden die Regelwerke entwickelt, bis sie ihre heutige Ausformung erhielten. In früheren Zeiten fanden Sumo-Kämpfe traditionell an den Shinto-Feiertagen statt. Auch heute werden die Bezüge noch erkennbar, denn oberhalb der Wettkampfarena (Dohyo) findet sich die symbolische Nachbildung eines Shinto-Schreines. Die Ringer, auch Rikishi oder Sumotori genannt, werfen zur spirituellen Reinigung der Kampfarena Salz auf den Sandboden.

    Insgesamt werden im Jahr sechs Turniere durchgeführt, von denen jedes fünfzehn Tage dauert. Ein Kampf dauert mitunter nur wenige Sekunden, dafür finden innerhalb eines Turnieres für einen einzelnen Sumo-Ringer, je nach Erfolg, mehrere hundert Kämpfe statt. Wer seinen Gegner zuerst aus dem umgrenzten Dohyo wirft oder ihn so aus dem Gleichgewicht bringt, dass ein anderer Körperteil als seine Fußsohlen den Boden berühren, hat den Kampf gewonnen. Besonderes Kennzeichen der Sumo-Ringer ist ihr hohes Körpergewicht, das oft auch über 150 Kilogramm liegt.

    Lesen Sie mehr zum Thema Sumo in unserem Exkurs

    Samurai

    Zahlreiche Verfilmungen haben die japanischen Samurai in Europa bekannt werden lassen. Hollywoodproduktionen wie Shogun oder Last Samurai prägten die Klischees ebenso wie Verfilmungen mit dem Titel Seven Samurai, The Sword of Doom, 47 Ronin oder Assassin. Die Samurai waren eine Krieger im Dienste des Kaisers und des Adels. Mit dem Aufstieg des Shogunats im 12. Jahr­hundert etablierten sich auch die Samurai in Japan in der herrschenden Klasse. Im Japanischen wurden sie weniger als Samurai, sondern mehr als Bushi (Krieger) bezeichnet. Ihr Verhaltenskodex war der Bushido – der Weg (Do) des Kriegers (Bushi). Hiernach galten Höflichkeit, Mut, Mitleid und Aufrichtigkeit, wie auch Pflichtbewusstsein, Ruhm und das Treffen rechter Entscheidungen zu den sieben Tugenden der Samurai. Verloren die Samurai ihren Lehnsherrn, so wurden sie Ronin – Herrenlose. Über viele Jahr­hunderte waren die Samurai als Krieger in Japan mit hohem Ansehen und vielfach auch mit reichen Gütern und Besitzungen ausgestattet. Erst Ende des 19. Jahr­hunderts wurden die Samurai, nach der Niederlage im Boshin-Krieg, entmachtet und entwaffnet. Ein bewaffneter Aufstand der Samurai und ihr Aufbäumen gegen die Entrechtung wurde wenige Jahre später niedergeschlagen. Einer dieser letzten Samurai, Saigo Takamori, wird in Kagoshima im Nanshu-Schrein als Kami verehrt.

    Sushi

    Roher Fisch ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber in Japan gehört dieser zum festen Bestandteil der Esskultur und dies schon seit einigen hundert Jahren. Dabei ist Sushi in Japan mehr oder weniger zufällig aus einer historischen Form entstanden, die nicht ursprünglich japanisch ist. Zunächst handelte es sich um eine Konservierungsart, denn der Fisch wurde durch den Reis in einem Gärungsprozess haltbar gemacht. Hierzu wurde der Fisch gesalzen und mit dem Reis zusammen unter Druck fermentiert. Dieser Prozess dauerte einige Wochen bis Monate, danach blieb der Fisch bis zu einem Jahr verzehrfertig. Der Reis wurde weggeworfen. Im Laufe der Jahr­hunderte veränderten sich sowohl der Fermentierungsprozess als auch der Umgang mit den Bestandteilen. Die Zubereitung von Sushi unterlag auch in Japan einem ständigen Wandel. Die Form, in der es heute bekannt ist, wurde im 18. Jahr­hundert entwickelt. Heute wird der Reis nicht mehr weggeworfen, sondern ist gleichsam Grundlage für das Sushi. Neben dem rohen Fisch werden aber auch mittlerweile andere Zutaten, wie Algen (Nori), Omelette (Tamago) und verschiedene Gemüsearten verarbeitet – und auch gegrillter Fisch ist erhältlich, je nach Rezept. Auch in Japan gehört Sushi zu den Speisen, die vorbereitet im Supermarkt zu kaufen sind oder in speziellen Restaurants frisch zubereitet werden. Dabei gibt es zwei Formen von Sushi-Lokalen. Zum einen die Variante, in welcher der Gast die Sushi bestellt und sie dann zum Vor-Ort-Verzehr erhält. Zum anderen die Variante, in welcher der Sushi bereits zubereitet wird und dann auf einem Laufband transportiert wird. Jeder Gast kann sich dann Sushi nach eigenem Belieben und in der gewünschten Folge nehmen.

    Teezeremonie

    Die Ursprünge der Teezeremonie Japan liegen zeitlich im 8. Jahr­hundert. Dann folgte zunächst eine längere Unterbrechung, in der über die Fortführung der Teezeremonie nichts bekannt ist. Ab dem 16. Jahr­hundert finden sich die grundlegenden Regeln für die Durchführung der Teezeremonie, die auch heute noch gelten. Die japanische Bezeichnung für die Teezeremonie lautet Chado beziehungsweise Sado und setzt sich aus Cha/Sa (Tee) und Do (Weg) zusammen. Übersetzt lautet der japanische Begriff also Teeweg. Noch ein anderes japanisches Wort hierfür ist Chanoyu, welches so viel bedeutet wie „heißes Wasser für Tee“. Die Teezeremonie hat vom Ursprung her einen religiösen Charakter, der sich heute noch beispielsweise im Abbrennen von Weihrauch oder Schlagen des Gongs erkennen lässt. Auf jeden Fall ist der Chado stark ritualisiert. Genau dies nimmt der Zeremonie nicht den Zauber, sondern verleiht ihn gerade erst. Gut vier Stunden dauert ein Chado in einem Teehaus. Es gilt dabei die Verinnerlichung der vier Prinzipien Harmonie (Wa), Respekt (Kei), Reinheit (Sei) und Stille (Jaku) zu erfahren. Jede einzelne Handbewegung, jede Tätigkeit dient dieser rituellen Versenkung. Sowohl Gastgeber als auch Gäste teilen die Erfahrung dieser Teezeremonie in aller Stille miteinander. Für die Teilnahme an Teezeremonien sind häufig vorherige Reservierungen erforderlich. Auch gibt es unterschiedliche Formen der Teezeremonien, die sich beispielsweise auch an Anfänger richten, die erstmalig daran teilnehmen. Seit einigen Jahren findet im Herbst in Tokio die Große Teezeremonie statt, welche dieses alte kulturelle Erbe weiter vermitteln möchte.

    Manga

    Doraemon Roboter-Katze ohne Ohren

    Manga – Japans Comics. Hierbei handelt es sich, vereinfacht gesprochen, um Comichefte, die entgegen unserer westlichen Leseweise von hinten nach vorne gelesen werden. In Japan gehören sie seit vielen Jahrzehnten zur festen Institution in der Gegenwartskultur. Sie begeistern Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Oder anders herum formuliert: Für jede Zielgruppe gibt es spezielle Manga. Die Auflagen der verschiedenen Serien erreichen eine mehrfache Millionenhöhe. Darunter sind auch in Deutschland bekannte, wie One Piece, Naruto oder Fairy Tail. Die Zeichner der Manga, so genannte Mangaka, erlangen in Japan große Berühmtheit. Eine der bekanntesten Manga Figuren ist Doraemon, eine kleine blaue Roboterkatze. Sie ist in Japan an vielen Orten zu entdecken und ziert als Werbefigur zahlreiche Artikel. Die Fortführung der Geschichten bleibt jedoch nicht nur den Mangakas vorbehalten. So gibt es regelmäßig die COMIKET, bei der Fans ihre als Doujinshis bezeichneten eigenen Entwürfe von Fortsetzungsgeschichten (Fanfiction) präsentieren. Oft werden die Vorlagen aus den Original-Mangas in Animationsfilmen (jap. Anime) umgesetzt. Zahlreiche Serien sind in den vergangenen Jahren auch in anderen Ländern bekannt geworden und haben international ihre Fangemeinden entwickelt. Treffen finden national in sogenannten Cons (Abkürzung für Conventions) statt. Dort erfolgt auch der Vorentscheid für die Teilnahme am alljährlichen World Cosplay Summit in Japan. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in möglichst originalgetreuen Kostümen ihrer Lieblingsfiguren aus Manga, Anime oder Videospielen auftreten und das Verhalten der Charaktere imitieren.

    Um in Japan der Mangakultur ein Stück näher zu kommen, lohnt es, sich in Tokyo den Stadtteil Akihabara näher anzuschauen. Akihabara ist das Mekka der japanischen Mangafans. Gerade für weibliche Mangaleser dürfte aber auch der Stadtteil Ikebukuro interessant sein.

    Roboter   Japans High-Tech

    Bereits vor vielen Jahren wurde in Japan die Robotik-Expansion gestartet. Zum einen wegen der immer älter werdenden japanischen Gesellschaft, zum anderen wegen der steigenden Arbeitskosten und Produktionsausfälle wurde nach elektronischen Alternativen gesucht. Namhafte Firmen beteiligten sich an der Entwicklung von Arbeitsrobotern. Damit nicht genug. Mittlerweile verrichten Roboter im militärischen Dienst, in der medizinischen Pflege, in der Schule als Hilfslehrkräfte oder Empfangsroboter in Hotels ihren Dienst. Mehr als 370.000 Roboter sind in ganz Japan im Einsatz. Alljährlich werden auf der Japan Robot Week die neuesten Modelle vorgestellt. Dabei gibt es sowohl sehr menschenähnliche, fast lebensechte Modelle. Andere wiederum sind hauptsächlich auf die Ausführung bestimmter Arbeitsgänge hin entwickelt und entsprechen ihrem Design nach eher typischen Maschinen. Insgesamt sind in Japan bereits mehr Lebensbereiche durch Roboter mitgestaltet als in Europa. So können beispielsweise Einkäufe in Supermärkten durch Roboter vorgenommen oder begleitet werden. Roboter sind in Japan beliebt, nicht nur in Manga, sondern wegen ihrer positiven Eigenschaften für den Einzelnen und die Gesellschaft.

    Ryokan

    Traditionelle japanische Hotels oder Gästehäuser werden Ryokan genannt. Sie sind anders in ihrer Einrichtung und Ausgestaltung, wie Unterkünfte mit westlichen oder europäischen Standards. In einem Ryokan übernachtet man daher typisch japanisch. Die Ausstattung der Zimmer ist meist sehr schlicht, aber wandelbar. Tagsüber enthält das Zimmer einen niedrigen Tisch, an welchem auch der Tee serviert wird oder die Mahlzeiten eingenommen werden können. Als Schlafmöglichkeit stehen abends Futonmatratzen zur Verfügung, die auf dem Boden ausgebreitet werden. Dafür wird der Tisch dann aus dem Zimmer entfernt. Einige Ryokan verfügen über hauseigene heiße Quellen oder Gemeinschaftsbäder. Separate Nasszellen in den Zimmern sind nicht üblich. Im Innenbereich des Ryokan ist allgemein schuhfreie Zone. Der Boden ist mit Reismatten (Tatami) ausgelegt und wir nur barfuß oder mit speziellen Hausschuhen betreten. Ryokans verfügen meist über deutlich weniger Zimmer als Hotels. Obwohl die Ausstattung nach westlichen Maßstäben relativ einfach gehalten ist, bedeutet dies nicht, dass Ryokans einer unteren Kategorie der Übernachtungsmöglichkeiten zuzurechnen sind. Je nach gebotenem Komfort und Luxus kann ein Ryokan durchaus der gehobenen oder First-Class-Kategorie zugerechnet werden.

    Andere Länder Bildrechte
    Close
    Close
    Close