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  • Ômato Bogenschießwettbewerb

    Reiseinformationen für Ihre Kyoto-Reise

    Einer langen Tradition folgend findet im Sanjûsangendô-Tempel jedes Jahr am 12. Januar der Ômato Bogenschießwettbewerb statt. Über eine Entfernung von 60 Metern versuchen 2000 Teilnehmer ein 1 Meter großes Ziel zu treffen und so in die nächste Runde zu gelangen.

    Geschichte des Tempels

    Sanjûsangendô ist der Spitzname für den buddhistischen Rengedô-in Hondô Tempel. Er befindet sich im Kyotoer Stadtbezirk Higashiyama und blickt auf eine über 800 Jahre lange Geschichte zurück. Eigentlich Teil eines größeren Tempelkomplexes, fiel er im Jahre 1249 einem Feuer zum Opfer. Wiederaufgebaut wurde jedoch nur die Haupthalle Hondô. Sie ist berühmt für ihre außergewöhnliche Länge von 120 Metern und enthält nicht nur 1001 goldene Statuen der 1000-armigen Kannon, der buddhistischen Gottheit der Güte, sondern ist ebenfalls der Geburtsort einer Tradition, welche bis heute in leicht abgeänderter Form durchgeführt wird.

    Die Tradition des Toshiya

    Die Terrasse des Tempels ist der Ursprungsort der Tradition des Toshiya, die während der Edo-Zeit (1603 - 1868) begann. Der Legende nach soll der Samurai-Krieger Asoka Heibei während kurzer Zeit 100 Pfeile über die Länge des Gebäudes auf ein Ziel am Ende der Veranda geschossen haben, von denen letztendlich 51 trafen. Hieraus entstand ein beliebter Wettbewerb, bei dem je nach Austragungsart entweder 100 oder 1000 Pfeile verschossen wurden. Eine weiter Variante war der Wettbewerb des Oyakazu, bei dem innerhalb von 24 Stunden so viele Pfeile geschossen werden sollten, wie nur möglich. Er startete um 18 Uhr abends und ging bis 18 Uhr am nächsten Tag. Der Rekordhalter soll der damals 22-jährige Wasa Daihachiro sein, der im Jahre 1686 13.053 Pfeile verschoss. Selbst heute kann man in den Balken und Säulen des Tempels noch die Kerben der Pfeilspitzen sehen.

    Der Wettbewerb heute

    Auf der Tradition des Toshiyas zurückgehend, findet im Sanjûsangendô jedes Jahr am 12. Januar ebenfalls ein Bogenschießwettbewerb statt. Um das Gebälk des Tempels zu schonen wird dieser allerdings vor und nicht, wie in alten Zeiten, auf der Veranda veranstaltet. Bevor der Rest der Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen darf, eröffnet ein Bogenschießmeister den Wettkampf mit dem Schuss des ersten Pfeils. Im Anschluss haben rund 2000 Teilnehmer die Möglichkeit, auf einer Länge von 60 Metern innerhalb von 2 Minuten 2 Pfeile zu schießen. Treffen beide Pfeile ein 1 Meter großes Ziel, so ziehen sie in die nächste Runde ein. Höhepunkt der Veranstaltung ist das Schießen der Frauen, die zur Feier Ihrer Volljährigkeit – in Japan erlang man diese mit 20 Jahren – an dem Wettbewerb teilnehmen. In kleinen Gruppen verschießen sie in Hare-gi genannter, bunter Festtagskleidung ihre Pfeile.

    Weitere Sehenswürdigkeiten

    Am Tag des Ômato Bogenschießwettbewerbs ist der Sanjûsangendô-Tempel der Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich. Es empfiehlt sich daher, neben dem Wettbewerb ebenfalls die Haupthalle des Gebäudes zu besichtigen. Hier befinden sich die 1001 Statuen der 1000-armigen Kannon. Zwar zeigen die Figuren die gleiche Göttin, sie sind aber keinesfalls alle gleich. Jede der Figuren ist einzigartig und bei genauer Betrachtung erkennt man die feinen Unterschiede, die sie fast lebendig aussehen lassen. Im hinteren Teil der Haupthalle werden Bögen und Pfeile ausgestellt, welche in früheren Zeiten zum Bogenschießen benutzt wurden. Hier findet man auch die Einschusslöcher, welche die Bogenschützen bei den Wettbewerben hinterließen.

    Das Ômato Bogenschießturnier, das jährlich im Sanjûsangendô-Tempel stattfindet, ist eine gute Gelegenheit um in Festtagskleidung gekleidete Sportschützen beim Schießen des japanischen Langbogens zu bewundern. Der Wettbewerb geht auf die jahrhundertealte Tradition des Toshiyas zurück, welches auf der Veranda dieses Tempels seinen Ursprung hatte. Man kann den Besuch des Wettbewerbes gut mit der Besichtigung der Haupthalle des Tempels, mit ihren 1001 Statuen der Kannon, kombinieren.

    Praktische Hinweise zum Besuch des Ômato Bogenschießwettbewerbs

    Zeitraum: 12. Januar

    Anreise aus Dresden:

    Vom Hauptbahnhof in Dresen fahren Sie mit der S-Bahn ca. 20 Minuten zum Flughafen Dresden. Von dort fliegen Sie ca. 18 Stunden über Frankfurt zum Kansai International Airport. In Japan angekommen nehmen Sie erneut die Bahn zum Hauptbahnhof in Kyoto. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Mit dem Taxi sind Sie in 7 Minuten am Sanjûsangendô-Tempel.

    Die Ômato Bogenschießwettbewerb auf den BCT Japan Fernreisen

    Auf unseren Individualreisen haben Sie die Möglichkeit den Ômato Bogenschießwettbewerb und viele andere einmalige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular und unsere Reiseexperten melden sich bei Ihnen.

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